Konrad Zuse

Konrad Zuse

geboren am:

22. Juni 1910

in:

Berlin

 

 

gestorben am:

18. Dezember 1995

in:

Hünfeld bei Fulda

 

 

Bemerkung:

Erfinder des Computers


Konrad Zuse gilt als der Vater des Computers. Nach ersten Entwürfen für programmgesteuerte Rechenmaschinen gelang ihm 1938 der Durchbruch mit der Fertigstellung des Z1, des ersten vollmechanischen Ziffernrechners. Dieser erste Computer konnte in der Sekunde bis zu 20 Rechnungen durchführen.

Zuse realisierte erstmalig Programmmsteuerungen auf der Basis des binären Zahlensystems und entwickelte die erste binäre Programmsprache der Welt.

Die legendären Computer Konrad Zuses sind heute im Deutschen Museum in München zu sehen.

1912

Umzug der Familie nach Braunsberg in Ostpreußen.

1924

Umzug der Familie nach Hoyerswerda/Schlesien.

1935

Er schließt sein Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg (heute: Technische Universität Berlin) ab. Er arbeitet für die Henschel Flugzeugwerke in Dessau und baut Maschinen zur Lösung spezieller Rechenprobleme.

1936

Zuse entwickelt die Vision frei programmierbarer Maschinen, die den Ingenieuren Rechenarbeit abnehmen sollen. Zur Realisierung dieser völlig neuen Ideen gibt er seine Stelle auf.

1938

Er stellt die mechanische Rechenmaschine Z1 fertig, die aber aufgrund der Unzuverlüssigkeit ihrer Bauteile nicht einwandfrei
arbeitet. Die hier verwirklichten Prinzipien werden von John von Neumann (1903-1957) in den USA erst 1940 formuliert.

1940

In der Z2 arbeitet ein elektronisches Rechenwerk aus Telefonrelais.

1941

Überzeugt von der Leistungsfähigkeit der Relais, baut er die Z3, die Rechenwerk und Speicher aus Relais besitzt. Die Z3 ist
die erste frei programmierbare, auf dem binären Zahlensystem
basierende Rechenmaschine der Welt und wird heute allgemein als erster funktionsfähiger Computer anerkannt.

1945/46

Zuse entwickelt "Plankalkül", eine der ersten höheren Pro- grammiersprachen. Langfristiges Ziel seiner Bemühungen ist die Konstruktion von Maschinen, die nicht nur Rechenaufgaben, sondern Probleme aus der Kombinatorik lösen sollen.

1949

Er gründet die Zuse KG in Neukirchen, die später nach Bad Hersfeld zieht. Als erster Computer wird die Z4 wieder instandgesetzt und an die Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich ausgeliefert. Zu diesem Zeitpunkt ist sie der einzige funktionsfähige Computer in Europa.

1955

Mit der Z11 beginnt die Zuse KG die Serienfertigung. Die Z11 wird vor allem an Unternehmen der optischen Industrie und an
Universitäten verkauft.

1957

Die Z22 ist der erste Rechner mit einem magnetischen Speicher.

bis 1967

Die Zuse KG stellt insgesamt 251 Computer her. Dann wird die Firma aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten an Siemens verkauft. Der Name Zuse verschwindet.