Wilhelm I.,
Deutscher Kaiser und König von Preußen

Kaiser Wilhelm I.

geboren am:

22. März 1797

in:

Berlin

 

 

gestorben am:

09. März 1888

in:

Berlin

 

 

Bemerkung:

Deutscher Kaiser (1871 - 1888),
König von Preußen (1861-1888)


Wilhelm I. hat am 22. März 1797 als Sohn des späteren Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. das Licht einer noch fast ungebrochen absolutistischen Welt erblickt.

Unbeliebt macht er sich 1848, da er für eine gewaltsame Niederwerfung der Berliner Märzrevolution eintritt. Die Bevölkerung ist so gegen ihn aufgebracht, daß er für einige Monate Deutschland verlassen und nach Großbritannien fliehen muß. Er kehrt im Juni 1848 zurück.

Mitte des 19. Jahrhunderts wendet sich der Prinz von Preußen politisch zunehmend dem Liberalismus zu und gerät deshalb in Konflikt zu der konservativen Regierung seines Bruders.

1861 besteigt er den Thron Preußens.

In der Kriegsführung hält sich Wilhelm I. eher zurück und übernimmt nur widerwillig im deutsch-dänischen Krieg (1864), im deutschen Krieg (1866) und im deutsch- französischen Krieg (1870/71) den Oberbefehl. Auch in die Proklamation zum Kaiser 1871 willigt er erst ein, als er sich der Zustimmung der Bundesfürsten sicher sein kann.

Am 18. Januar 1871 wird er in Versailles
zum deutschen Kaiser proklamiert.

In den noch folgenden 17 Regierungsjahren wird aus dem früher wenig geliebten Reaktionär eine Vaterfigur, die dem jungen Reich die Mitte gibt.

Er ist der erste Deutsche Kaiser und fördert besonders die Integration der Einzelstaaten in dem neu geschaffenen zweiten deutschen Reich und festigt die Monarchie im Innern.

Als der Einiger Wilhelm I. am 9. März 1888 stirbt, eint er das deutsche Volk nochmals in einer allgemein empfundenen und auch so dargebrachten tiefen Trauer.